Samstag, 29. November 2014

Christmas mood


Die Christkindlmärkte sind eröffnet und laden mit duftendem Glühwein zum Verweilen ein, das Zuhasue riecht nach Lebkuchen, Butterkeksen und Mandarinen, aus dem Radio klingen bereits die ersten Weihnachtslieder, um für den restlichen Monat als Ohrwurm zu bleiben, in den Einkäufsstraßen und -häusern tummeln sich die Menschen wie eifrige Bienen, um nach den passenden Geschenken zu suchen. Das Weihnachtsfest naht. Da ich schon längst in Weihnachtsstimmung bin, habe ich schon langsam begonnen, unser Zuhause weihnachtlich zu dekorieren. Ob klassisch in rot und grün oder minimalistisch in schwarz und weiß oder festlich mit Akzenten in silber und gold - Weihnachten wäre nur halb so schön, würde das traute Heim nicht auch in festlichem Glanz erstrahlen.

Dienstag, 25. November 2014

Frühstück mit Apfel-Zimt-Marmelade


Jedes Jahr, kurz vor Weihnachten, schäle ich ungefähr ein Dutzend Äpfel, entkerne sie, schneide sie in kleine Stücke und verarbeite die Apfelstücke mit etwas Zimt zu einer wunderbar schmeckenden Marmelade, die den Mund erfahren lässt, wie sich Weihnachten anfühlt. Die Arbeit ist aber auf alle Fälle die Mühe wert. Die Marmelade schmeckt nicht nur gut auf einem Butterbrot, sondern auch zu Omeletten, Waffeln oder was das Mehlspeisen-Herz sonst begehrt.

Samstag, 22. November 2014

Krankheit, Kind und Kaffee


Mein Kind ist seit nunmehr fast drei Wochen verkühlt. Ein viraler Infekt. Das heißt: Brust mit Thymian-Myrte-Balsam eincremen (dieser Balsam lässt sich anschließend ganz leicht nach dreimaligem Händewaschen von den Händen entfernen), Kochsalzlösung in die Nase tropfen (der Kinderarzt schlug 30 bis 40 mal täglich vor), viel trinken und feuchte Wäsche oder Handtücher im Kinderzimmer aufhängen. Und als ob dieser hartnäckiger Infekt nicht genug wäre, kam am Wochenanfang auch noch 39,7 Grad Fieber dazu und am nächsten Morgen waren sie da. Rote Bläschen rund um den Mund, an Händen und Füßen. Die Diagnose des Kinderarztes war die Mund-Hand-Fuß-Krankheit. Ich habe vorher noch nie von dieser Krankheit gehört, aber man lernt ja bekanntlich nie aus. Es handelt sich dabei um eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die in den meisten Fällen ganz harmlos verläuft und vor allem Kinder betrifft, obschon sie bei Erwachsenen auch auftreten kann. Eigentlich kann man nichts dagegen tun, man muss die Krankheit aussitzen. Leichter gesagt, als getan. Die letzten Tage waren also lang und anstrengend, die Nächte kurz und schlaflos. In Zeiten wie diesen bin ich froh, dass der Chemiker Friedlieb Ferdinand Runge das Koffein entdeckt hat. Ich trank tassenweise Kaffee, um munter zu werden und wach zu bleiben. Es half. Obwohl das Koffein zum positiven Nebeneffekt des Nicht-Schlapp-Machens beitrug, bin ich immer wieder überrascht, wozu der Körper (und auch der Geist) fähig ist (sind), wenn es denn sein muss. Ich war den Keimen meines Kindes nun sage und schreibe drei Wochen permanent ausgesetzt und trotzdem wurde ich nicht krank. Ich bin überhaupt nie krank gewesen, seit mein kleiner Sohn auf der Welt ist. Okay, ab und zu mal ein Schnupfen, ein bisschen Husten oder Kopf- und Gliederschmerzen, aber es war nie so schlimm, dass ich mich einfach nur ins Bett legen musste, so wie es früher der Fall war. Ging ja auch nicht. Vielleicht baut der Körper nach der Geburt eine ganz besondere Schutzschicht gegen Keime, Viren und Bakterien auf, damit man nicht krank wird und sich so ganz brav um seinen Nachwuchs kümmern kann. Wie das Leben so spielt.

Montag, 17. November 2014

Warten auf ...


Heute waren wir bei einem neuen Kinderarzt, weil wir mit unserem bisherigen Kinderarzt leider keine guten Erfahrungen gemacht haben. Das Angenehme an unserem letzten Arzt war, dass wir immer sofort in die Ordination konnten und keine langen Wartezeiten auf uns nehmen mussten. Bei besagtem neuen Kinderarzt mussten wir heute in Summe eineinhalb Stunden warten. Mein krankes Kind nahm es aber gelassen und entdeckte das wundervoll mit Unmengen an Spielsachen eingerichtete Wartezimmer des Arztes. Ich empfand das Warten eher weniger angenehm. Am Nachmittag, als mein Kind seinen verspäteten Mittagsschlaf nachgeholt hat, ließ mich der erlebte Arztbesuch über das Warten nachdenken. Das Warten gehört als ein ziemlich großer Puzzleteil zu unserem Leben dazu. Sei es, ob man im Wartezimmer beim Arzt, an der Kassa im Supermarkt, im Zug oder im Bus, um von Ort A nach Ort B zu gelangen, wartet. Wir warten auf die große Liebe, auf die endlich einkehrende Gesundheit nach einer Krankheit, auf das Jobangebot, auf die langersehnte Schwangerschaft. Wir warten und warten und warten.

Freitag, 14. November 2014

Winterlich verpackte Schokolade


Weihnachten rückt mit großen Schritten näher und da die Wochen vor dem eigentlichen Fest die schönste Zeit des gesamten Jahres ist, füllen wir sie mit vorweihnachtlichem Basteln, Backen und Dekorieren und gestalten sie so noch schöner. Seit ein paar Jahren schenke ich keine teuren Geschenke mehr, die meist eh nicht gefallen, sondern beglücke meine Familie und Freunde mit liebevollem Selbstgemachtem. Und siehe da, die Geschenke kommen sehr gut an. Jeder freut sich über eine Dose mit Weihnachtsgebäck, selbstgemachter Apfel-Zimt-Marmelade (dieses Rezept werdet ihr in den nächsten Tagen hier finden) oder gestrickte Schals, Mützen oder Socken. In diesem Jahr werden unter anderem kleine, winterlich verpackte Schokoladetäfelchen unter dem Christbaum liegen.

Dienstag, 11. November 2014

Roll it up!

 
Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die tagein und tagaus nur Mehl- und Süßspeisen essen könnte. Gebt mir Kaiserschmarrn und Apfelmus, amerikanische Pancakes mit Heidelbeeren, Äpfel oder Bananen, Omeletten mit selbstgemachter Erdbeer-Kiwi-Vanille-Marmelade, Gebackene Apfelringe, Biskuitroulade mit Marillenmarmelade, Mamas Topfenknödel, Linzertorte, Mohnnudeln und ich bin der glücklichste Mensch auf Erden. Natürlich nicht alles auf einmal. Jeden Tag ein anderes Gericht - Abwechslung muss ja sein. Okay, ehrlich gesagt würde ich dazwischen schon irgendwann auch eine leckere Buttersemmel mit italienischer Salami essen. Ganz ohne pikantem Essen geht es halt dann doch nicht. Aber was ich damit zum Ausdruck bringen wollte, war, dass ich es sehr gern süß mag. Die Biskuitroulade gehört in Sachen Kuchen zu meinen Leibspeisen. Vor allem gelingt sie nach diesem Rezept wirklich gut und ist unglaublich flaumig, so wie es sich für eine perfekte Biskuitroulade gehört.

Sonntag, 9. November 2014

Der Schein trügt: Postmortemfotografie

http://en.wikipedia.org
(unknown photographer; image from 1880s - Cabinet Card c. mid 1880s)

Ein Artikel auf der Internetseite aplus des amerikanischen Schauspielers Ashton Kutcher erinnerte mich an einen Vortrag, den ich vor Jahren an der Universität Innsbruck zur Postmortemfotografie gehalten habe. Vielen ist diese Art von Fotografie wahrscheinlich gänzlich unbekannt und für jene, die die Bilder zum ersten Mal sehen, ist es vermutlich ein verstörender Anblick. Im 19. Jahrhundert und bis in die 20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts waren der Körper und das Gesicht des Toten ein häufiges Motiv der Fotografie. Die fotografische Ablichtung von Toten – aufgebahrt, im Bett oder im offenen Sarg liegend – war keine verschämte Angelegenheit, sondern zentraler Teil der fotografischen Praxis. Seither ist die Fotografie von Toten anrüchig geworden, das Verhältnis von Fotografie und Tod hat sich grundlegend geändert. Die Fotografie hat zwar nicht aufgehört, sich der Toten anzunehmen, aber ihr Blick hat sich verschoben. Der „gewöhnliche“ Tod wurde – zumindest in den westlichen Kulturen – der Kamera entzogen. Und zugleich hat es wohl zu keiner Zeit so viele Bilder von Toten gegeben wie heute. Während der gewöhnliche Tod aus dem Blickfeld des Alltags verschwunden ist, hat sich der außergewöhnliche Tod immer deutlicher seinen Weg in die Wohnzimmer gebahnt: Es ist der Tod der anderen. 

Mittwoch, 5. November 2014

Wie ein Kind das Gemüt verändert


Mein Mann ist der rationalste Mensch, den ich kenne. In dieser Hinsicht ergänzen wir uns unglaublich gut, da ich wohl der emotionalste Mensch bin, den er kennt. Ich bin sozusagen sein Gegenpol. Wenn ich eine Sache sehr emotional wahrnehme und in einer Situation ratlos bin, hilft mir seine rationale Art in einem Gespräch immer, die Dinge viel abgeklärter und sachlicher zu betrachten. Sein ruhiges Gemüt trägt hier natürlich positiv zur Sachlage bei. Zweifelsohne funktioniert die Situation auch im umgekehrten Sinn. Wenn er einen Umstand zu analytisch sieht, hilft ihm meine emotionale Sicht auf die Dinge dabei, den Sachverhalt in neuem Licht zu erkennen. Seit unser Kind auf der Welt ist, hat sich bei ihm hinsichtlich seiner Rationalität aber etwas Prägendes verändert.

Sonntag, 2. November 2014

Shake it!


Für mich schmeckt jede Jahreszeit anders. Das heißt, dass jede Jahreszeit ihr kulinarisches Pendant hat. Frühling und Sommer schmecken fruchtig und frisch. Erdbeeren, Marillen, Kirschen und Himbeeren gehören genauso auf den Tisch wie ganz viel frischer, grüner Salat. Es gibt in diesen Jahreszeiten, vor allem aber im Sommer, viel mehr leichte Gerichte. Die Getränke sind gesund und erfrischend. Selbstgemachte Zitronenlimonade mit Minze oder Holunderblütensaft mit eigens hergestelltem Sirup kommen in die Gläser. Kürbis, Apfel und Rohnen sind Zutaten für den warmen Herbst; Mandarinen, Nüsse, Kraut und Kartoffel gehören in den Winter. Im Herbst und Winter können die Gerichte und Getränke zudem mehr Gewürze vertragen. Ingwer und Chili wärmt den vom Spaziergang oder Rodeln erfrorenen Körper, Zimt und Muskatnuss verfeinern die Süßspeisen.